Kaffeemaschine mit integriertem Mahlwerk: Kaffeehauskultur für Zuhause

„Es ist verkehrt, einen Kaffee zu trinken, um wach zu werden. Man muss wach sein, um Kaffee zu trinken“,

sagt der Künstler und Philosoph Sila Blume über sein Lieblingsgetränk. Und diese Meinung wird von anderen Kaffeeliebhabern durchaus geteilt. Und die Zahl der Menschen, die guten Kaffee zu schätzen wissen, steigt rasant an. Denn bis vor wenigen Jahren gab es für den Privathaushalt kaum eine Alternative zur Filterkaffeemaschine. Darin wird der Kaffee jedoch relativ lange gebrüht, sodass der frische Kaffee daraus oft bitter schmeckt.

Wer zu Hause frischen Kaffee mit vollem Aroma zubereiten wollte, musste aus der Zubereitung ein regelrechtes Ritual machen: Zunächst mussten die Bohnen gemahlen werden, bevor der Kaffee aufgebrüht werden konnte. Wer eine Kaffeespezialität wie Cappuccino genießen wollte, musste zusätzlich auch noch Milch frisch aufschäumen. Das brachte natürlich einen erheblichen Zeitaufwand mit sich. Doch seit Mitte der 1980er Jahre gibt es dank der Kaffeemaschine mit integriertem Mahlwerk eine willkommene Alternative. Denn in der Kaffeemaschine mit integriertem Mahlwerk kann der Kaffeeliebhaber die gewünschte Kaffeeart auf Knopfdruck einstellen und hat schon kurz darauf den frisch gebrühten Kaffee vor sich stehen.

Diese Vorteile bietet die Kaffeemaschine mit integriertem Mahlwerk:

  •  die Bohnen werden frisch gemahlen
  •  verschiedene Kaffeearten sind einstellbar
  •  die kurze Brühdauer gewährleistet ein perfektes Aroma

So ist die Kaffeemaschine mit integriertem Mahlwerk entstanden

Die heutigen Kaffeevollautomaten, wie die Kaffeemaschine mit integriertem Mahlwerk auch genannt wird, geht auf die großen Selbstbedienungsautomaten zurück, die Anfang der 1960er Jahre gern an belebten Plätzen aufgestellt wurden.

Ursprünglich sollten an diesen Automaten Süßgetränke und Fertigsuppen verkauft werden. Doch dieser Ansatz stellte sich als wenig erfolgreich heraus, weshalb das Angebot rasch auf Kaffeeprodukte umgestellt wurde.

Als erster Meilenstein gilt die Erfindung des Vollautomaten mit einer integrierten Mühle von Otto Bengtson. Diese modernen Automaten wurden ab 1964 vermarktet. In den 1980er Jahren machte sich schließlich der Schweizer Tüftler Arthur Schmed daran, dieses Konzept zu verfeinern. Er entwickelte das herausnehmbare Brühwerk, das zur Basis für moderne Kaffeevollautomaten für den Hausgebrauch werden sollte. Schmeds Erfindung bildete die Basis für das Unternehmen Saeco, welches er mitbegründete und das den Markt für Kaffeemaschinen ab Mitte der 1980er Jahre aufrollen sollte.

Wie funktioniert die Kaffeemaschine mit integriertem Mahlwerk?

Sobald der Kaffeevollautomat aktiviert wird, werden im integrierten Mahlwerk die Bohnen frisch zu Kaffeepulver gemahlen.

Anschließend wird der Kaffee unter einem Druck von bis zu neun Bar aufgebrüht. Dieser Vorgang dauert insgesamt etwa eine Minute.

Hier offenbart sich auch der größte Unterschied zur herkömmlichen Kaffeefiltermaschine: Diese besteht lediglich aus einem Heizelement, welches das Wasser aufheizt. Das heiße Wasser sickert anschließend durch das im Filter befindliche Kaffeepulver und fließt in die Kaffeekanne. Im Vergleich zum Kaffeevollautomaten dauert der Brühvorgang insgesamt relativ lange. Dadurch gelangen weniger Aromen, jedoch mehr Bitterstoffe in den Kaffee. Beim Brühen unter Druck gelangen statt der Bitterstoffe mehr Aromen aus der Kaffeebohne in den Kaffee. Dadurch gilt der Kaffee aus dem Kaffeevollautomaten als wesentlich aromatischer als der herkömmliche Filterkaffee. Ein weiterer Vorteil des Kaffeevollautomaten: Durch die schonendere Zubereitung gilt der Kaffee aus diesen Geräten als sehr viel bekömmlicher.

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